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Waren Sie schon einmal in Oberlauterbach? Noch nicht - dann wird es Zeit!
Das neu erbaute Haus verfügt über 8 modern eingerichtete und geräumige Zimmer. Jeweils 2 Zimmer teilen sich einen Sanitärbereich (DU/WC). Es stehen 29 Betten + 7 Aufbettungen zur Verfügung.
Weiterhin bieten wir: großen Saal - 80 Plätze, kleinen Saal - 30 Plätze, Schulungsraum 15 Plätze, Klassenzimmer sowie weitere kleine Räume, angrenzenden Park u. v. m.

Was man aus „Abfällen“ so alles Tolles gestalten kann. Ihr werdet staunen, von und mit Petra Pflugbeil.
Teilnehmerbeitrag 3,- €

Wir bauen Futterhäuser und Nisthilfen für unsere gefiederten Freunde. Referent: Karl Heinz Meyer, Ornithologe
Teilnehmerbeitrag 3,- €, zzgl. Material

Auf der Spur des „Räubers“ mit samtenen Pfoten. Mit den Augen der Katzen schleichen wir durch den dunklen Winterwald. Anschließend gibt es eine Stärkung am Lagerfeuer. Referenten: Karin Hohl, Regionalkoordinatorin für Großraubsäuger und Försterin, Thomas Hohl, Naturpädagoge
Teilnehmerbeitrag 5,- €

Dank der Unterstützung der zahlreichen Anbieter und Organisatoren waren die Frühlingsspaziergänge 2011 ein großer Erfolg. Viele Menschen haben die angebotenen vielfältigen und interessanten Spaziergänge genutzt, in die Natur hinauszugehen, sich an ihr zu erfreuen und das eine oder andere Wissenswerte zu erfahren.
Wir möchten die Tradition der Frühlingsspaziergänge auch in 2012 fortführen und laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch in 2012 die Aktion mit vielen interessanten, lehrreichen, wissenswerten und schönen Angeboten bereichern würden. Schwerpunkt ist der Monat Mai, es können aber auch Spaziergänge in den Monaten April und Juni durchgeführt werden.
Anmeldungen sind bis 31. Januar 2012 möglich! Anmeldeformulare finden Sie unter folgenden Link.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Jürgen Geiser (Tel.: 03745 75105-40).
Filzen
Filz ist ein textiles Flächengebilde aus einem ungeordneten, nur schwer zu trennendem Fasergut. Es handelt sich bei Filz also um eine nicht gewebte Textilie.
Töpfern
Um Tonerzeugnisse zu formen, gibt es verschiedene Techniken: Bei der einfachsten werden Tonfladen zusammengesetzt und die Übergänge geglättet.
Spinnen
Spinnen ist, wie das Weben, eine der ältesten Techniken der Menschheit. Die Verfahren verfeinerten sich im Lauf der Zeit schrittweise und es entstanden Neue, um die Fäden herzustellen.
Korbflechten
Die Geschichte der Flechtkunst reicht bis in die Urzeiten der Menschheit zurück. Sie wird für eines der ältesten Handwerke gehalten. Dies begründet sich darin, dass bei ihr außer den Händen fast kein Werkzeug gebraucht wird.
Nordic Walking und vieles mehr
Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht und somit der ganze Körper trainiert wird. Zusätzlich gibt es jedesmal Infos zur Natur (z.B. Kräuterkunde, Vogelstimmen u. v. m.) - lassen Sie sich überraschen.
Für alle Kurse:
- geeignet für für Anfänger und Fortgeschrittene
- Kurse sind aufeinander aufbauend
- Details auf Anfrage
Anmeldungen und Details unter:
E-mail:nuz@nuz-vogtland.de
Tel.: 03745 75105-0

Das Elektrofahrrad erobert das Vogtland!
Ob Elektrorad, Elektrofahrrad, E-Bike oder eBike, es ist ein Fahrrad mit eingebautem Elektromotor. Die Versorgung des Elektromotors mit elektrischer Energie erfolgt in der Regel über einen abnehmbaren Akku. Als Pedelec wird ein Elektrorad bezeichnet, dessen ...

Sie haben die Möglichkeit bei einem Naturerlebnis der besonderen Art dabei zu sein.
Die Einen nennen es Wildnistraining, die Anderen Wildnispadagogik, Naturpädagogik, Outdoortraining Survival oder Survivalismus bzw. Überlebenskunst. Es ist immer das Selbe.
Sie lernen alle Ihre 5 Sinne einzusetzen und die Natur hautnah zu erleben.
Genießen sie die einmaligen Tage, wir werden alles dafür tun, dass Sie den Alltag weit hinter sich lassen können.
Unser Ziel ist es nicht, Werbeveranstaltungen für Outdoor - Ausrüster zu veranstalten oder ein Trainingszentrum für Großexpeditionen zu sein. Wir möchten unseren Gästen ein Überleben in der freien Natur mit einfachsten Mitteln zeigen und dabei Verständnis für die einheimische Natur wecken. Das Arbeiten und Erleben in der Gruppe ist die Basis und ein entscheidendes Ausbildungsziel. Denn nur in Konfliktsituationen kann man die wahre Stärke eines Teams erkennen und auch festigen. Während des Trainings werden sie lernen welche Bedeutung ...
weitere Infos hierzu im Flyer der Wildnisschule von Thomas Hohl:

Für Wissenschaftler und Naturfreunde ist die Sensation perfekt: Über 100 Jahre nach ihrer letzten Sichtung ist die Wildkatze nach Sachsen zurückgeschlichen. Im Vogtland wurde erstmals ein totes Exemplar entdeckt.
Wildkatze steht im Rampenlicht: Im Natur- und Umweltzentrum des Vogtlandkreises in Oberlauterbach haben Experten eine sächsische Wildkatze präsentiert. Es handelt sich um den ersten Fund eines toten Tieres seit der Ausrottung ...

- Nisthilfen, Nistkästen
- Futterhäuser
- Insektenhotels
- Fledermauskästen
- u.v.m. aus Holz
Unsere Produkte sind alle aus unimprägnierten Hölzern gefertigt!
Ständig wechselnde Tipps, Erklärungen und Anmerkungen zu Artikeln aus unserem Angebot sowie weiterführende Themen erfahren Sie hier.
Nischenbrüter
Anders als die Höhlenbrüter oder die Freibrüter legen die nischenbrütenden Vogelarten üblicherweise ihre Nester eben in ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechenden Nischen von Felswänden, Geröllhalden, Gebäuden, Bäumen, Böschungen o.ä. an. Zu den Nischenbrütern werden unter anderem Singvogelarten, wie Wasseramsel, Bachstelze, Gebirgsstelze, Rotkehlchen, Grauschnäpper, Hausrotschwanz und zuweilen Gartenrotschwanz gezählt; aber beispielsweise auch Greifvögel, wie Turm-, Rötel- und Wanderfalke, oder der Uhu. Eine unbedingte Einstufung als Nischenbrüter ist nicht immer für jede Art möglich, da manche Arten, je nach Örtlichkeit, etwa auch als Freibrüter auf dem Boden (z. B. Rotkehlchen) oder als Höhlenbrüter (z. B. Gartenrotschwanz) in Erscheinung treten. Die üblicherweise einzige Vogelart Eurasiens, die als Frei-, Nischen- und Höhlenbrüter angetroffen werden kann, ist der Zaunkönig.

Adventsstimmung und Gemütlichkeit, Bastelspaß und Naturschutz hat die Hofweihnacht im Umweltzentrum Oberlauterbach unter einem Dach vereint.
Wer sich allen Angeboten der Hofweihnacht in Oberlauterbach ausführlich widmen und die Leckereien probieren wollte, musste viel Zeit mitbringen: Weihnachtsdekoration und Schmuck basteln, Figuren bemalen, in Bücherstapeln stöbern und Korbflechten lernen. Den vorgebackenen Butterplätzchen-Berg abtragen helfen, Monde und Weihnachtsmänner mit chemiefreien Verzierungen aufpeppen. Im Spinnstübel und bei einem Märchenerzähler halt machen, nach gegrillter oder geräucherter Wurst anstehen. Am Nachmittag war zwischen den Ständen, in allen Zimmerchen und Gängen fast kein Durchkommen mehr. Für das Bewältigen ihres Pensums hatten sich die Mitarbeiter vom Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) noch mehr Schausteller als zur ersten Hofweihnacht im vergangenen Jahr an die Seite geholt. Wieder mit von der Partie: der Kindergarten. Diesmal hatten sich die „Lauterbacher Strolche“ für Mundart-Gedichte entschieden. In der Zwischenzeit bemühten sich ihre Mütter, dem Ansturm am Waffeleisen Herr zu werden. Ähnliche Sorgen plagten Hartmut Volkmar. Der Sonneberger machte Träume nicht weniger Kinder wahr: ein Plüschtier aus eigener Produktion. Nur die Hüllen waren vorgefertigt. „Aussuchen, ausstopfen, Herz rein, zunähen, dann wird gewogen und gemessen“, erklärte er den Ablauf. Alle Eckdaten wurden auf einer druckfrischen Geburtsurkunde vermerkt. Der Verbundenheit mit dem NUZ wegen habe er den Weihnachtsmarkt in Sonneberg „extra sausen lassen“, erzählte der Manufaktur-Geschäftsführer. An einer Hobelbank richtete sich Rolf Schallau ein. Sonst vor allem als NUZ-Imker bekannt, umgab er sich am Samstag mit kleinen Scheibchen und Stückchen von Flieder-, und Kirschbaum, Eibe, Traubenkirsche und Maulbeerbaum für die Schmuckherstellung. Eine andere gute Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, fand er. Denn das Kreativangebot hatte einen tieferen Sinn. „Mein Ziel ist es, dass sich die Menschen wieder mit dem Baum beschäftigen, seine Schönheit erkennen und sehen, was sich daraus machen lässt.“ Auch an Informationen sparte Schallau nicht: „Man sollte beim Abholzen bedenken, dass Bäume Schmutz, Quecksilber und Schwermetalle aus der Luft herausfiltern.“ Kurz vor dem Fest einen Gang zurückschalten und den Familiengedanken vornan stellen, heißt das Hofweihnachts-Motto. „Jeder kann sich fast überall einbringen“, so NUZ-Leiterin Karin Hohl. Das gefiel auch Andreas, Melanie und der kleinen Leah Ansorge aus Rodewisch. „Hier kann man so viel ausprobieren, und es ist gemütlicher als auf anderen Weihnachtsmärkten. Nässe und Kälte sind kein Thema.“
FP 12.12.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

Was, in Vietnam
wird Kaffee angebaut? Fast immer,
wenn Hellmut Naderer von seinen
Erlebnissen berichtet, hört er diese
Frage. Vietnam sei nach Brasilien
zweitgrößter Kaffeeproduzent weltweit,
entgegnet er darauf. Dass es so
weit kam, dazu leisteten auch der
Hartmannsgrüner und seine Frau
Ursula einen wichtigen Beitrag.
1984 hatten sie ihren Arbeitsplatz
für über ein Jahr von der LPG Pflanzenproduktion
Oelsnitz nach Südostasien
verlegt. Anfang 2010 besuchten
sie Vietnam noch einmal.
Mit Fotomaterial brachte Naderer
vorgestern einem kleinem, interessiertem
Publikum Land, Leute und
den Kaffeeanbau gestern und heute
nahe.
Der Vortragende kommt beim Erinnern
prima ohne bildliche Unterstützung
aus. „Die Eindrücke waren
so tief, dass ich auch nach langer
Zeit kein Detail vergessen habe“,
freut er sich. Als damals Entwicklungshelfer
gesucht wurden, hoben
Hellmut und Ursula Naderer fest
entschlossen die Hand. „Jeder Bezirk
der DDR musste ein 30-Mann-Team
zusammenstellen“, erklärt er. Beide
verfügten als Diplom-Agraringenieure
mit einem Aufbaustudium im
Fach Tropische Landwirtschaft über
optimale Voraussetzungen. Während
man ihn als Berater für Planung
und Leitung großer Agrarbetriebe
einsetzte, fungierte sie als
Ansprechpartnerin für Pflanzenschutz,
Düngung und Qualität.
„Die DDR hat mehrere Entwicklungshilfsprojekte
auf den Weg gebracht“,
berichtet Hellmut Naderer.
Beim Kaffeeabkommen sei ein Kredit
zu günstigen Zinsbedingungen
an Vietnam ausgereicht worden. Daraufhin
kaufte Vietnam von der
DDR diverse Güter. „Die Kreditrückzahlung
erfolgte dann über Kaffee“,
schildert der heute 68-jährige Landwirt
die Anfänge der Handelsbeziehungen
zwischen den beiden Ländern.
„Als letzter Punkt war dabei
angehängt: Die DDR entsendet
Spezialisten.“
Mit dem Ortswechsel zum Kaffeekombinat
DDR-Vietnam in der
Hauptanbauprovinz Dac Lac betrat
Naderer doppelt Neuland. „Ich habe
bis dahin noch nicht mal Kaffee getrunken“,
sagt er – und schmunzelt.
Denn das, was in Vietnam in die Tassen
kommt, kennt kaum Gemeinsamkeiten
mit der deutschen Version
und hat es in sich: „Sechs Teelöffel
Kaffee, 70 Milliliter Wasser,
dazu süße Kondensmilch“, beschreibt
er in der früheren Kolonialzeit
entstandene Gewohnheiten.
„Die Vietnamesen haben das
Kaffeetrinken von den Franzosen
gelernt“, versucht Hellmut Naderer
den lieb gewonnenen Geschmack in
Worte zu fassen. Er selbst lernte vor
Ort noch ganz andere Dinge. „Vor
allem, dass man mit sehr viel weniger
glücklich werden kann, als wir
glauben zu brauchen.“
FP 29.10.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Joachim Thoß

Es sieht recht einfach aus: „Schnurmachen, Rolle öffnen, pendeln lassen, dann müsst ihr die Scheibe treffen“, erklärt Jörg Schetelich. Fast so simpel, wie es anmutet, ist es auch, findet der stellvertretende Vorsitzende vom Vogtländischen Angelverein. Jedenfalls sei das erfolgreiche Zielen auf die Scheibe „mit geringem Übungsaufwand zu lernen“. Auch Fabian Siegemund und Leonard Schröder, beide absolute Neulinge am Sportgerät, haben den Dreh schnell raus. Nach gut fünf Minuten ist der große Wurf gelungen. Und Jörg Schetelich zufrieden.
Vereine werben Nachwuchs
Eine ganze Reihe Teich- und Gutshoffestbesucher im Natur- und Umweltzentrum versuchte sich an der Angel. Von guten Ergebnissen berichtete Schetelich auch, wenn er nach Vertretern der heimischen Fischwelt fragte: nach Plötze,Hecht, Zander, Wels, Karpfen, Rotfeder, Güster und anderen. „Die üblichen Speisefischarten sind bekannt“, freute sich der Plauener. Hauptgrund für seine Präsenz war jedoch die Nachwuchswerbung. „Unser Verein ist überaltert“, beklagt er. „Viele Angler sind im Rentenalter, und es kommen immer weniger Jugendliche nach.“ Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat sich der Vogtländische mit dem Plauener Angelverein zusammengetan. Selbst aktivwerden dürfen junge Interessenten ab dem neunten Lebensjahr. „Dann kann man den Jugendfischereischein erwerben“, schildert Schetelich die Gesetzeslage. „Darunter kann man zwar mitgehen, darf auch werfen und den Fisch ran holen, aber nicht Keschern und töten.“ Fangfrischer Fisch ging am Samstag im Umweltzentrum reichlich über die Theke. Schon kurz nach Mittag war Matthias Weinhold von der Fischereigenossenschaft Plauen ausverkauft: Alle Karpfen, Forellen, Hechte, Schleien und ein großer Wels waren in den Tüten der Festgäste gelandet, nur Räucherware war noch zu haben. Fische aus heimischen Gewässern könne man getrost essen, erklärte NUZ-Leiterin Karin Hohl. „Hier handelt es sich um regionale Kreisläufe, die Tiere werden nicht geschunden. Alles andere sind ökologische Katastrophen. Der Verbraucher hat die Wahl, und er muss sich damit beschäftigen.“ Auch wenn das Besucheraufkommen wetterbedingt hinter dem vergangener Jahre zurückblieb, zogen die Veranstalter positive Bilanz. Schließlich gab es genug Dächer über dem Kopf: Kinder vergnügten sich an Basteltischen, Ältere rückten bei Musik, Wildbeeren- und Edelfischsuppe, Imbissen von Direktvermarktern, Kuchen, Kaffee und Glühwein enger zusammen.
FP 10.10.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

Hochbetrieb hat beim 3.Wald- und Jagdfest im Natur- und Umweltzentrum Vogtland in Oberlauterbach geherrscht. Es gab auch allerlei zu sehen.
Der Wald ist Lebensraum, Sauerstoffproduzent, Wirtschaftsfaktor, Erholungsort, Brötchengeber, Doktor und etliches mehr. Was er alles kann, gibt und braucht, davon holten sich unzählige Besucher des 3. Wald- und Jagdfestes eine Ahnung. Vereine, Kunsthandwerker, Falkner, Jagdhornbläser und vierbeinige Helfer stellten ihre Arbeit vor, Förster demonstrierten bodenschonende Rücketechnik. Für die Verköstigung hatte sich das Natur- und Umweltzentrum (NUZ) Oberlauterbach zusätzlich Direktvermarkter ins Boot geholt. Mitmachen war auch angesagt: Wer etwa Meister der Brennholzgewinnung werden wollte, musste schnellstmöglich einen Geschicklichkeitsparcours bewältigen.
Borkenkäfer zurzeit rar
Mittendrin nahmen Valerie und Arne Madeja Borkenkäfer unter die Lupe. „Die sind aber winzig“, staunten sie. Am Stand des Staatsbetriebes Sachsenforst erfuhren die beiden Zehnjährigen und andere interessierte Gäste, dass Schädlinge wie diese in freier Wildbahn derzeit nur selten dingfest zumachen sind. Aus erfreulichen Gründen: „Man findet kaum einen Käferbaum, vielleicht vier oder fünf befallene Fichten auf 1700 Hektar“, berichtete Andreas Schuster vom Landeswaldrevier Eich zufrieden. Weil das Frühjahr warm und trocken war, hatte man für 2011 Gegenteiliges befürchtet. Mit nicht ganz so froher Botschaft konnte Rolf Schallau, Ameisenheger im NUZ, seine Zuhörer versorgen. Obwohl unentbehrlich, steht die im Vogtland heimische Rote Waldameise auf der Roten Liste. „Sie ist für die gesamte Waldökologie verantwortlich“, fasste Schallau zusammen. Weil man davon schon frühzeitig wusste, genießt das unermüdliche Insekt seit 1724 Schutzstatus. „Die Rote Waldameise ist das am längsten geschützte Tier“, so der Fachmann. Ein Verstoß gegen den Artenschutz kann heute teuer werden. Schallau sagte auch, wie teuer: „Bis zu 50.000 Euro.“ Welche kleinen und großen Tiere der Wald noch beherbergt, zeigten thematische Ausstellungen und ein von der Jagdgenossenschaft Oberlauterbach zusammengestellter Querschnitt. „Jagd ist für sich auch Naturschutz“, erklärte NUZ Leiterin und Försterin Karin Hohl. Zum Fest fanden beide Parteien nebeneinander Platz. Eine zu seltene Erscheinung, findet sie. „Man sollte viel öfter an einem Tisch sitzen.“
Die Botschaft der Wildkatze
Passend zum Veranstaltungscharakter hatte sich das Dresdner Senckenbergmuseum bereiterklärt, die im April bei Bergen überfahrene und inzwischen präparierte Wildkatze zu zeigen. Der Sensationsfund hatte jahrelanger Monitoring-Arbeit die Krone aufgesetzt. Wildkatzen seien Indikatoren für einen intakten Lebensraum, versicherte Karin Hohl. Dass Wanderkorridore erhalten bleiben, dazu könne jeder Einzelne beitragen. Naturbelassene Waldränder und Hecken spielen ihr zufolge eine wesentliche Rolle.
FP 19.09.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

„Das tut gut“, freuen sich Manuela Reichelt und Angelika Bär aufs Verschnaufen. Ein wenig matt nehmen die Ellefelderinnen eine der letzten freien Bänke in Beschlag, flößen sich erst Wasser ein und strecken dann alle Viere von sich. Knapp 40 straff geradelte Kilometer liegen gegen 11 Uhr hinter ihnen. Im Natur- und Umweltzentrum (NUZ) ist Schluss – vorerst.
„Wir machen jedes Jahr eine kleine Vogtlandrundfahrt und legen zum Gutshoffest einen Zwischenstopp ein“, erzählt Manuela Reichelt. „Hier kann man wunderbar entspannen, und das Essen ist super.“ Deftiges soll noch auf den Tisch kommen, um neue Energievorräte anzulegen. Die werden gebraucht: Vor den sattelfesten Damen liegen weitere selbstverordnete 60 Kilometer. „Unsere Männer sind wie immer allein losgezogen“, verraten sie noch. „Wir feiern jetzt sozusagen zum zweiten Mal Frauentag und haben auch viel Spaß.“
Bereits lange vor den beiden Pedalritterinnen waren Himmelfahrtsausflügler im Umweltzentrum „eingewandert“ beziehungsweise per Zweirad oder Handwagen angerollt. Bereits kurz nach 9 Uhr habe sich das Gelände am ehemaligen Rittergut langsam gefüllt, berichtet NUZ-Leiterin Karin Hohl und ist froh über die Unterstützung von oben. „Die Natur braucht zwar den Regen, aber zum Glück ist uns das Wetter heute gnädig.“
Während DJ Bachmann mit Musik und Unterhaltung Stimmung machte, begrüßten Bastelstände kreative Festgäste. Andere entspannten bei Kutschfahrten, der eine oder andere versuchte sich im Filzstiefelzielwurf. Als Preise winkten Freibier, alternativ alkoholfreie Getränke und für Kinder naturpädagogisch wertvolle Heftchen. Handgemachte Töne waren inmitten von Ausstellungen zur Dorfgeschichte und alten Handwerkstechniken auf dem Kulturboden zu hören. Sieben Bewahrer traditioneller vogtländischer Volksmusik – zusammen nennen sie sich Zammkehrich – hatten eine ihrer Proben aufs Gutshoffest gelegt. Stärkungen in Hülle und Fülle säumten die Festmeile: Kuchen, Quarkspitzen, Waffeln, Bambes und Pilzspezialitäten fanden reißenden Absatz. In einer kleinen Zeltküche holten NUZ-Mitarbeiter im Akkord Eierkuchen aus der Pfanne und machten mit Köstlichkeiten aus der Mittelmeerregion Appetit auf Urlaub.
Händler waren diesmal nicht an Bord. Darauf hatten sich das NUZ als Ausrichter und die Mitwirkenden vom örtlichen Umgebindeverein, vom Hofladen und von der Hofstub verständigt. „Das ist ein Fest mit Frohsinn für die gesamte Familie“, fasst Karin Hohl zusammen. „Es soll nicht jedes Mal einen Markt geben, sondern einfach mal gemütlich sein. Einkaufen kann man an allen anderen Tagen.“
FP 03.06.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Joachim Thoß